Was ist Zentrum für Deutschland- und Europastudien - CDEA?


Das CDEA ist ein wissenschaftliches Lehr-, Forschungs- und Informationszentrum, welches vom DAAD mit Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert und an der Päpstlich-Katholischen Univeristät von Rio Grande do Sul (PUCRS) sowie der Bundesuniversität von Rio Grande do Sul (UFRGS) angesiedelt ist. Das Ziel des fünf Jahre laufenden Projekts ist die Förderung brasilianischer Nachwuchswissenschaftler und Forscher, die sich fachübergreifend mit aktuellen Themen Europas und Deutschlands beschäftigen, welche für den brasilianischen sowie lateinamerikanischen Kontext nützlich sind.

Das von der PUCRS und UFRGS gemeinsam eröffnete Zentrum für Deutschland- und Europastudien setzt sich interdisziplinär mit den drei Schlüsselphänomenen – Globalisierung, nachhaltige Entwicklung und kulturelle Vielfalt – auseinander und betrachtet sie im Kontext unterschiedlicher Erfahrungen und Konstruktionen in Europa / Deutschland und Brasilien.

Das Zentrum für Deutschland- und Europastudien ist das erste seiner Art in Brasilien und Lateinamerika und wurde der UFRGS sowie der PUCRS anvertraut. Somit befindet sich der Hauptstandort des Zentrums an der PUCRS Humanities School und der UFRGS, um die akademische Gemeinschaft und Campus beider Universitäten zu erreichen.

Das CDEA steht mit allen deutschen Universitäten und europäischen Forschungseinrichtungen im direkten Kontakt, insbesondere mit denjenigen, mit denen die UFRGS und die PUCRS bereits über Abkommen verfügen. Eine seiner Funktionen ist die Beteiligung an Exzellenznetzwerken und Partnerschaften mit den 20 Deutschland- und Europazentren des DAAD weltweit, die mehr als 30 führende Universitäten der Welt einschließen. In dem vom DAAD geförderten Projekt wurden drei strategische Partner für das CDEA UFRGS und PUCRS gewählt: die Universitäten Heidelberg (Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg), Bonn (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) und Erlangen-Nürnberg (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg).

Die Bestimmung des Zentrums lautete im DAAD-Aufruf wie folgt:

“Das Zentrum soll die Kontinuität der akademischen Zusammenarbeit zwischen Brasilien und Deutschland garantieren und Forschungsdisziplinen mit Deutschlandbezug fördern. Der Fokus wird dabei auf der Zusammenarbeit mit dem vom DAAD aufgebauten Netzwerk für Deutschland- und Europastudien liegen. So soll das brasilianische Zentrum ein sichtbarer und aktiver Teil dieses Netzwerks werden. Weitere Informationen zum Netzwerk finden Sie unter daad.de/des.

Zu den Aufgaben des Zentrums gehören:

  • Umsetzung von Master- und Promotionsprogrammen und Entwicklung eines spezifischen Betreuungsrahmens für Doktoranden in den Bereichen Deutschland- und Europastudien, sowie die Sicherung ihrer Nachhaltigkeit. Das Zentrum soll zudem zum Ziel haben, eine regionale Wirkung zu erzielen und Studenten diverser Universitäten einzubeziehen.
  • Als Referenzzentrum soll es als Flagschiff für Deutschland- und Europastudien dienen sowie interdisziplinäre Ansätze in den Bereichen Lehre und Forschung fördern, im Wesentlichen auf dem Gebiet der Geistes-, Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.
  • Schaffung eines brasilianischen Lehr- und Forschungsnetzwerks und weiterführender Kurse im Forschungsfeld Deutschland- und Europastudien.
  • Enge Zusammenarbeit mit den vom DAAD geförderten Zentren für Deutschland- und Europastudien weltweit sowie Ausübung einer aktiven Mitgliedschaft im Netzwerk
  • Das Zentrum soll durch Veranstaltungen und Vorträge mit hoher Außenwirkung ein noch größeres Publikum erreichen und die internationale Forschungsgemeinschaft einbinden, wie zum Beispiel durch die Veranstaltung von Fachkonferenzen.”